Welche Risiken bergen Fehler in der Widerrufsbelehrung? - Teil 2

Neben den wettbewerbsrechtlichen, sehr teuren Konsequenzen hat eine falsche Widerrufsbelehrung aber auch noch Folgen für das Vertragsverhältnis zwischen Verbraucher und Unternehmer. Im Folgenden werden diese Konsequenzen näher dargestellt.

Besonders wichtig für die Widerrufsfrist ist der Erhalt der Belehrung in Textform. Wird dies erst nach Vertragsschluss realisiert, verlängt sich die Widerrufsfrist auf einen Monat. Außerdem darf dann für die bestimmungsgemäß Ingebrauchnahme kein Wertersatz verlangt werden.

Wird fehlerhaft über eine der 30 Hinweispflichten aus dem Fernabsatz- oder E-Commercerecht informiert, verlängert sich die Widerrufsfrist auf 6 Monate.

Fehlt eine dieser Informationen gar komplett, erlischt das Widerrufsrecht niemals, was zur Folge hat, dass der Verbraucher auch nach Jahren den Vertrag noch widerrufen kann.

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